Naturschutz in der Osterhalde

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Wegmarkierung:
Start/Parkplatz: Portalstation P3 an der Johanniterhalle in Rexingen, Schöllerstraße
Länge: 3,8 km
Dauer: 1:30 – 2:00 h
Wegezustand: unbefestigte Waldwege und Pfade
Rastplätze: Ruhebänke entlang des Weges (Achtung: Einige Bänke werden über den Winter eingelagert)
Höhenprofil:

Der Osterhaldenweg führt vom Dorfzentrum über die Schafblumenhalde, direkt hinein in die attraktivsten Bereiche des Naturschutzgebietes Osterhalde, das sich vom Osthang Rexingens entlang des Neckartales bis nach Horb zieht. Das Horber Neckartal liegt im Regenschatten des Schwarzwaldes und das Klima wird durch die Lage zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb bestimmt. Die Jahresdurchschnittswerte der Niederschläge sind mit etwa 750 mm relativ gering, so dass sich mit Temperaturmittelwerten von 8,5° an windgeschützten, nach Süden hin offenen Hanglagen ein besonders warmes Kleinklima ausbilden kann. Dies fördert den Artenreichtum an Tieren und Pflanzen in diesem geschützten Gebiet. Rexingen gilt als wärmster Ort in der Region, der durch die Tallage und die Talöffnung zum Neckar hin ein hervorragendes Klima aufweisen kann.

Die Strecke innerhalb des Naturschutzgebietes befindet sich  zu ca. 3/5  im Wald, weshalb der Weg sowohl im Sommer wegen des Schattens, als auch im Witter wegen der windgeschützten Lage angenehm zu begehen ist. Innerhalb des Naturschutzgebietes führen unbefestigte Waldwege und Pfade durch eine besondere Natur- und Kulturlandschaft. Die Wege im NSG sind sehr naturnah und seitlich auch teilweise überwuchert – sie eignen sich keinesfalls für offenes Schuhwerk. Im Osten führen die Wege weiter durchs Naturschutzgebiet nach Horb oder zur Schütte (Campingplatz).

Verbindungspfad zum Weg „Panoramablicke“:

Im Westen besteht die Möglichkeit auf einem schmalen Verbindungspfad (gestrichelt dargestellt – nicht durch eine Markierung ausgewiesen) den Themenweg Panoramablicke zu erreichen. Dieser Verbindungspfad ist nur für trittsichere Personen mit gutem Schuhwerk geeignet, da er sehr schmal und abschüssig ist, und auf der ganzen Länge direkt im Steilhang innerhalb des Waldes verläuft.

Informationen zum NSG Osterhalde

Im Naturschutzgebiet als Lebens-, Nahrungs- und Rückzugsraum einer besonders vielfältigen z.T. stark bedrohten Tier- und Pflanzenwelt sind gesetzlich vorgegebene Regeln einzuhalten. Deshalb dürfen hier keine Pflanzen gepflückt oder beschädigt, Tiere nicht beunruhigt oder gefangen, die Wege nicht verlassen, Feuer nicht entzündet/entfacht und Hunde nicht frei laufen gelassen werden.

Das NSG, das großräumig gesehen ein Teil der Oberen Gäue ist, liegt auf dem südexponierten Hang des Neckartales, das sich hier in die Muschelkalkschichtstufe zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb einschneidet.

Bis Mitte des 17.Jahrhunderts wurde an den Neckarhängen zwischen Dettingen und Horb, also auch in Ihlingen und in der Osterhalde, Wein angebaut. Der Weinanbau wurde bereits 1470 beim Verkauf Ihlingens an das Horber Spital in der Pergamenturkunde erwähnt, die sich noch heute im Spitalarchiv befindet. Danach wurde extensive Landwirtschaft, besonders Schafbeweidung betrieben. Der Oberhang der Osterhalde war schon immer bewaldet – der dortige Laub- Nadelholz-Mischwald deutet auf eine Jahrhunderte alte Waldwirtschaft hin. Hingegen war der Unterhang weitgehend waldfrei. Nur Heckenstreifen und Obstbaumreihen durchzogen den Hang in horizontaler und vertikaler Richtung. Erst ab Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die schwierige und aufwändige Bewirtschaftung der mageren ertragsarmen Flächen aufgegeben, so dass der Hang zuzuwachsen begann und bis heute nur noch Restflächen offengeblieben sind. Die Osterhalde lief lange Gefahr, ihr schützenswertes Mosaik aus mannigfaltigen Vegetationsformen wie Halbtrockenrasen, Mähwiesen, Äckern, Streuobstwiesen, Steinriegeln und Geröllhalden, Gebüschen und Feldgehölzen, Wäldern und Lichtungen zu verlieren. Die Unterschiedlichkeit dieser Biotoptypen und deren kleinräumiger Wechsel erzeugt ein engmaschiges Netz an Übergangszonen, das Grundlage für die hohe Biodiversität ist. Erhalten und nachhaltig sichern lässt sich diese hochwertige Landschaft nur mit gezielten Landschaftspflegemaßnahmen.

Wegstationen

Parkplatz an der Johanniterhalle in der Schöllerstraße

Weg durch das Dorf über die Schafblumenhalde zum Naturschutzgebiet (NSG) Osterhalde

Nach dem Überqueren der Johanniterstraße hinauf am Gasthof Sonne vorbei führt der Weg rechts hinab in die alte Hauptstraße des Dorfes die ehemalige Ihlinger Straße  (heute Lichtenbergstraße) mit altem ehemaligem, jüdischem Hausbestand und dem Rosenbrunnen, der aus einer der zahlreichen Quellen Rexingens gespeist wird. Im unteren Bereich der Lichtenbergstraße führt die Schafblumenhalde links hinauf Richtung Naturschutzgebiet Osterhalde. Die Küchenschelle, auch Schafblume genannt, die früher an diesem Hang in starker Konzentration auftrat, war hier die Namenspatin, weshalb die Wegmarkierung dieses Themenweges auch diese zum Symbol hat. Ca. 100 m nach der ersten Spitzkehre beginnt der Themenweg „NSG Osterhalde“ Richtung Horb, mit dem Weg der rechts in den Wald hinein führt.

Einige der zur Ortschaft gehörenden Ruhebänke werden während des Winters teilweise eingelagert und stehen so nicht das ganze Jahr über zur Verfügung, was bei Winterspaziergängen beachtet werden sollte.