04 Blick auf das Denkmal

Denkmalblick vom Synagogenvorplatz Memorial View, Synagogenvorplatz
Wendet man sich vor der Ehemaligen Synagoge nach Süden, sieht man ein großes Metallkreuz auf einem Steinsockel am Waldrand über dem Dorf. 1933 ließ der neu ernannte NSDAP-Bürgermeister Schwörer dort eine Terrasse mit einem 6 m hohen Steinsockel errichten. Darauf wurde ein 1,5 m hohes Hakenkreuz angebracht. Es erhob sich über das gesamte Dorf und war besonders gut von der Synagoge aus zu sehen. Als Bauwerk war es in der ganzen Region einmalig. In den Nachkriegsjahren wurde das Hakenkreuz durch ein großes Holzkreuz ersetzt. Im Jahr 2000 renovierte man die Plattform und den Steinsockel und setzte an die Stelle des Holzkreuzes ein Metallkreuz. Am Sockel ist eine Tafel zur Erinnerung und Mahnung angebracht, die an die frühere Nutzung als Versammlungsplatz der NSDAP erinnert. In the south of the former synagogue you can see a large metal cross on a stone pedestal near the  forest above the village. In 1933 the newly appointed mayor, Mr Schwörer, a member of the NSDAP, built a terrace with a stone pedestal of 6m height and a swastika (“Hakenkreuz”) of 1,5m height on top. A monumental building had been created, visible to everyone and particularly to the synagogue. Throughout the region it was the only building of that kind. In the post-war years the swastika was replaced by a large wodden cross. During future renovation work in 2000, the wodden cross was replaced by a metal cross. At the pedestal a new panel reminds of the former usage as a meeting place for the NSDAP.

In einem Rundfunkinterview erinnerte sich Hermann Gideon 1985 in Shavei Zion an die Errichtung des Hakenkreuzes 1933:

„Und da kam einer (der neue Bürgermeister), ein junger Spritzer, wie man sagt, und der ist den ganzen Tag mit seiner braunen Uniform rumgelaufen und hat den Juden den Tod gemacht wo er nur konnte. Und der war vielleicht einer von denen, der uns getrieben hat, von dort wegzugehen. Er hat eine kolossale Heldentag vollbracht, er hat bald, ganz schnell ein Denkmal bauen lassen, mit einem Riesen-Hakenkreuz, und das ist in Rexingen gestanden über unseren Häusern, und das hat uns zu Tode betrübt, dieser Akt. Ich möchte sagen, auch die christliche Bevölkerung war nicht begeistert davon. Ich habe mir auch sagen lassen, nachher, als der Umschwung kam, nach dem Zweiten Weltkrieg, das war, bevor die Franzosen dort einmarschiert sind, (…) dass sie das runtergeschmissen haben.“

In den Nachkriegsjahren wurde das Hakenkreuz durch ein großes Marienkreuz ersetzt. Im Jahr 2000 renovierte man die Plattform und den Steinsockel und setzte darauf ein Metallkreuz. Am Sockel ist eine Tafel zur Erinnerung und Mahnung angebracht, die an die frühere Nutzung als Versammlungsplatz der NSDAP erinnert.
Fotos:
Werbeprospekt für den Luftkurort Rexingen, 1930-er Jahre
Foto vom Marienkreuz (fehlt noch)

Alternativ: Gedenktafel vom Denkmal
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